Was ist mit der Ethik passiert?
Die meisten Leute sind unzufrieden mit der Unehrlichkeit, mit der die Geschäfte gemacht werden.
Bei einer Umfrage, mit der untersucht wurde, wie viel Vertrauen die Leute in verschiedene professionelle Führer haben, zeigte sich, dass der Lehrer der Führertyp ist, zu dem man das meiste Vertrauen hat; und auch dieser verdient nur eine Vertrauensrate von 14%.
Das Dilemma der Ethik
Die Frage ist, warum ist sie so heruntergekommen. Wenn die Leute wenig ethische Entscheidungen treffen, geschieht dies aus drei Gründen.
1. Wir handeln, wie es uns am nützlichsten erscheint;
2. Wir tun alles Nötige um zu gewinnen;
3. Wir sehen unsere Möglichkeiten als relativ.
Lösungen für die gegenwärtige Geschäftswelt wären: Das ethische Desinfektionsbad, Vertrauen in das Gesetz setzen und die geflickte Ethik.
Ethik ist etwas Persönliches.
Ethik ist keine Angelegenheit der Geschäftswelt, noch der Gesellschaft, noch der Politik. Die Leute wollen Integrität, obwohl sie selber nicht unbedingt ethisch handeln wollen.
Die Essenz der Ethik
Wenn ich entscheide ethisch zu handeln, werde ich nicht automatisch reich werden und Erfolg haben. Natürlich wird es Schwierigkeiten geben, die bewältigt werden müssen, aber Ethik und Konkurrenz, sind immer ein Gewinner Gesetz.
Sprüche 4:18,19
„Der Weg des Gerechten gleicht dem Glanz des Morgenlichtes, das immer heller wird bis an den vollen Tag. Der Weg der Gottlosen ist wie eine dunkle Nacht, sie wissen nicht, worüber sie straucheln.“
Die goldene Regel
Es gibt für die Ethik eine Kernfrage, die als Kriterium bei Entscheidungen in allen Lebensbereichen angewandt werden kann:
Wie möchte ich, dass man mich in der jeweiligen Situation behandelt?
Jede Kultur hat ihre Version dieser Regel.
Christen: So wie du willst, dass man dich behandelt; so behandele deine Nächsten
Islam: Keiner ist ein Glied des Islam, bis er nicht seinen Nächsten liebt wie sich selbst.
Jude: Was schlecht ist, das füg deinem Nächsten nicht zu, dies ist das wichtigste aller Gesetze.
Buddhismus: Füge deinem Nächsten nichts zu, was dir auch schaden würde.
Im Bereich der Ethik sind zwei Punkte ausschlaggebend: Eine Regel, die respektiert werden muss, und die Bereitschaft, diese Regel zu respektieren.
Ethik ist, etwas Gutes zu tun, auch wenn der Preis höher ist, als wir dafür ausgeben wollten.
Die goldene Regel hilft, gemeinsame Interessen zu finden und sich dafür einzusetzen.
Diese Regel ist leicht zu verstehen und ist messbar. Es ist eine Philosophie, die allen gewinnen lässt… Sie ist richtungweisend, wenn man unsicher ist. Wenn man in einem Unternehmen nur eine Regel hätte, wäre dies die Regel.
Mehr Ethik, mehr Entwicklung
In den Ländern mit einer starken Entwicklung lehnt die Bevölkerung die Ungerechtigkeit ab und unterstützt die Gleichberechtigung und Gerechtigkeit.
Leider versucht die Geschäftswelt sich von der Ethik zu trennen und ist bemüht, dass die Gesetze für Geschäfte unabhängig sind von ethischen Gesetzen.
Dasselbe gilt für die Korruption; ein Korrupter schadet nicht nur, weil er stiehlt, sondern weil er die Auffassung verbreitet: alles für mich, die andern interessieren mich nicht, mich interessiert nur reich zu werden.
Wenn Ökonomie und Ethik verbunden werden, dann machen sich die Menschen füreinander verantwortlich, üben aktive Solidarität und werden frei, um ihre eigenen Kräfte positiv einzusetzen. Das bedeutet Entwicklung für alle.
Folgendes Beispiel kann uns diese Begriff von “Geschäftsethik“ etwas verdeutlichen:
Ein wenig gelehrter Landwirtschaftsunternehmer beteiligte sich jedes Jahr an der größten Landwirtschaftsausstellung seiner Stadt. Das Außerordentlichste dabei war, er gewann immer, Jahr um Jahr den Preis: MAIS DES JAHRES.
Er betrat die Ausstellung mit seinem Mais und verließ sie jedesmal mit dem blauen Band des Siegers. Sein Mais war jedes Mal von besserer Qualität. Bei einer Gelegenheit nach der Preisverleihung sprach ihn ein Fernsehreporter darauf an und war ganz betroffen von der Offenbarung, wie dieser seinen kostbaren Samen zu säen pflegte. Er wurde gewahr, dass der Unternehmer einen Teil seines besten Samens an seine Nachbarn austeilte. - Wie können Sie Ihren besten Samen mit den Nachbarn teilen, wo diese doch mit Ihnen konkurrieren?
Der Landbesitzer antwortete:
Das wissen Sie nicht? Es ist ganz einfach!
Der Wind nimmt den Pollen vom reifen Mais und trägt ihn von Feld zu Feld. Würden meine Nachbarn einen schlechteren Samen säen als ich, würde die Bestäubung die Qualität meines Maises ständig verschlechtern.
Wenn ich guten Mais ernten will, so muss ich meinen Nachbarn helfen, damit auch sie guten Mais anpflanzen können, indem ich ihnen vom besten Saatgut abgebe.
MORAL:
Jene die sich dafür entscheiden in Frieden zu leben, müssen dafür sorgen, dass auch ihre Nachbarn in Frieden leben.
Jene die gut leben wollen, müssen dafür sorgen, dass auch ihre Nachbarn gut leben. Jene, die glücklich sein wollen, müssen dafür sorgen, dass auch ihre Nachbarn glücklich sind, denn das Wohlergehen eines jeden Einzelnen ist fest verbunden mit dem Wohlergehen aller.
Suchet der Stadt Beste, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für die
zum Herrn; denn wenn´s wohl geht, so geht´s auch euch wohl. - Jeremia 29,7