MEDA-Journal Suchet der Stadt Beste, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für die zum Herrn; denn wenn´s wohl geht, so geht´s auch euch wohl. - Jeremia 29,7

Informationen über das MEDA/BID-Projekt in Bezug auf DIRSSA

In gemeinsamer Arbeit haben MEDA und BID ein Projekt entwickelt, um den ökonomischen Fortschritt der Indianer im zentralen Chaco zu fördern.
Die Institution  DIRSSA hat die Verantwortung für die Durchführung der verschiedenen Aktivitäten übernommen, bei denen sie tatkräftig von der ASCIM  unterstützt wird.
Bis zum Dezember 2007 wurde schon Vieles gemacht, wie Sie dem folgenden Bericht entnehmen können.
Für Entwicklung von Produktionskapazitäten hat man in den verschiedenen Siedlungen Bodenanalysen durchgeführt und die Resultate an die Leiter und Berater der jeweiligen Siedlungen weitergegeben.
Mittels dieser Studien wurde für den Zusatz-Ackerbau ermittelt, welche Pflanzen am Besten auf die jeweiligen Böden gedeihen würden.
Auch hat die Beratungsstelle ASCIM  Werkzeuge an die Familien verteilt; mit dem geplanten Ackerbau konnte der großen Trockenheit halber leider nicht begonnen werden.
 Die in Indianersiedlungen wurden in 20 Arbeitsgruppen aufgeteilt, obwohl diese noch nicht beständig sind. Allen Indianer wurde ein Befähigungskurs zur Kohlenförderung angeboten. Die Indianer wandern viel und das macht die Kohlenproduktion unbeständig, aber man hat gemerkt, dass wenn die Kohle pünktlich aufgekauft wird, die Indianer auch beständiger in der Kohlenproduktion sind. Bei einer Siedlung hat man außerdem alle 500m eine „Picada“ gemacht und nach 100m wieder eine, damit die Indianer die gesetzliche Schutzstreifen respektieren (diese Aktivität war nicht im Projekt enthalten).
Didaktische Materialien über die Kohlenproduktion, und über Obst-Gemüseanbau wurden vorbereitet und in den Siedlungen verteilt
Für eine zusätzliche Elementarbetreuung hat die ASCIM vierhundert didaktische Informationsmaterialien über die Grundregeln der Ernährung und über Gesundheitserziehung angefertigt.
Zur Verbreitung und Übersicht des Programms hat man begonnen die Praktiken einer gesunden Ernährung per Radiosendungen zu verbreiten. Man hat Radiosendungen engagiert, um Informationen bezüglich des Kohlenaufkaufs, des Verkaufs von Landwirtschaftsprodukten, der Handhabung von Gärten, Gesundheits- und Zahnerziehung und guten Praktiken zu verbreiten.
In diesem Sinne hat man mehr gemacht, als vom Projekt vorgesehen wurde, den Rest hat man als eigener Beitrag geleistet.
Um die Nachhaltigkeit der Umwelt zu fördern ist für mehr am Schluss eine Aufforstungsarbeit geplant, und schon zwei Bauschulen gegründet wurden. In den zwei bestehenden Baumschulen wurde ein Schutzsystem gegen die Trockenheit errichtet, wofür man sich der Bodenbedeckung und künstlicher Halbschatten bedient hat.

Allgemeine Informationen:
Die Lage der Indianer im Chaco ist sehr speziell, da sie sehr weit verstreut leben. Man hat das Projekt im Vorjahr nicht Schritt für Schritt durchführen können, wegen der Trockenheit und des Mangels an Personal und Bildungsmaterialien.
In Bereich der Landwirtschaft hat man dieselben Gruppen beibehalten, die auch schon für die Kohlenproduktion gebildet wurden. Die Befähigungskurse, die gemacht wurden, sind sehr gut, aber eine Weiterbetreuung ist sehr wichtig.
Bei der Kohleproduktion ist die logistische Hilfe das wichtigste. Der Kohlenaufkauf ist essentiell, da die Indianer das Geld für den Kauf von Nahrungsmitteln brauchen. In den letzten Monaten ist die Kohlenproduktion stark gesunken. Unseren Beobachtungen zufolge gibt es dafür zwei Ursachen: Erstens, die SEN (Secretaría de Emergencia Nacional), die während der Trockenperiode Nahrungsmittel verteilte und, zweitens, die Politiker, die wegen der Wahlkampagnen auch Lebensmittel verteilten.
Trotz allem war die Kohlenproduktion wie folgt:
Comunidad Produktion von Kohlen pro Monat in Kg
Campo Loro   32000
Ebetogué          8500
Tunucojai       12500
Casanillo        40000
Jesudi               3000
TOTAL         96.000